Wer kann an der Kampagne TOUR du DUERF teilnehmen?

  • Mitglieder des Gemeinderats einer teilnehmenden Gemeinde (und Mitglieder des Comités einer teilnehmenden Region);
  • BürgerInnen einer teilnehmenden Gemeinde/Region;
  • Alle Personen, die in der teilnehmenden Gemeinde/Region arbeiten, einem Verein angehören oder eine (Hoch-)Schule besuchen.

Wo sehe ich, ob meine Gemeinde/Region mitmacht?

Alle beteiligten Gemeinden/Regionen sind unter "Übersicht und Ranking" aufgelistet. Sollte Ihre nicht dabei sein, so wenden Sie sich an Ihre Gemeinde (Verwaltung, Gemeinderat etc.) und regen Sie eine Teilnahme an!

Wann wird geradelt?

In Luxemburg findet die TOUR du DUERF jährlich vom 17. September bis 7. Oktober statt. 

Wie kann ich mitmachen?

Ihre Gemeinde (oder die Region) muss sich zunächst für die TOUR du DUERF anmelden bzw. bereits angemeldet sein, dann können Teams gebildet oder sich Teams angeschlossen werden. Danach einfach losradeln und die klimafreundlichen Fahrradkilometer im Online-Radelkalender eintragen.

Wo und wie kann ich mich registrieren und meine erradelten Kilometer eintragen?

  • TeilnehmerInnen mit Internetzugang registrieren sich mit ihrem Namen und ihrer E-Mail-Adresse für den Online-Radelkalender, sobald dieser für ihre Gemeinde freigeschaltet wurde. Nach erfolgreicher Registrierung können dann dort die Kilometer eingetragen werden, die automatisch dem Team und der Gemeinde/Region gut geschrieben werden.
  • TeilnehmerInnen mit einem Smartphone können über die - auch für die TOUR du DUERF nutzbare - STADTRADELN-App Kilometer eintragen: Zum einen händisch (ein Einloggen über das Internet ist dann nicht mehr notwendig) oder noch einfacher via GPS-Funktion, die die exakte Route aufführt und die zurückgelegten Kilometer berechnet.
  • TeilnehmerInnen ohne Internetzugang registrieren sich über ihren Teamkapitän und teilen ihm wöchentlich die geradelten Kilometer zwecks Eingabe in den Online-Radelkalender mit

Welche Kilometer zählen bei der TOUR du DUERF und wie werden sie erfasst?

Jeder Kilometer, der innerhalb des 21-tägigen Aktionszeitraums beruflich oder privat mit dem Fahrrad zurückgelegt wird, kann gezählt werden; (Rad-)Wettkämpfe und Training auf stationären Fahrrädern (Indoor-, Spinbikes o. Ä.) sind dabei ausgeschlossen.

Die geradelten Kilometer können z. B. mit einem Kilometerzähler, Fahrradcomputer, der STADTRADELN-App oder einem Radroutenplaner (z. B. Naviki) ermittelt bzw. geschätzt werden.

Wer kontrolliert die geradelten bzw. eingetragenen Kilometer? Kann hier nicht geschummelt werden?

Die TOUR du DUERF lebt prinzipiell vom Fairplay-Gedanken und der Ehrlichkeit der RadlerInnen, zehntausende von RadlerInnen können und wollen wir nicht kontrollieren. Die KoordinatorInnen in den Gemeinden sind jedoch angehalten nach „Ausreißern“ zu schauen und ggf. nachzuhaken bzw. nach einer Überprüfung zu bitten. Auch die „soziale Kontrolle“ unter- und innerhalb der Teams funktioniert gut.

Davon abgesehen ist das eigentliche Ziel der Kampagne, schlichtweg mehr Menschen – und hier insbesondere die KommunalpolitikerInnen als EntscheidungsträgerInnen in Sachen Radverkehrsförderung – auf das Rad zu bekommen und dieses Thema durch einen Wettbewerb öffentlichkeitswirksamer darstellen und bearbeiten zu können. Gleichzeitig zeigen die RadlerInnen mit ihrer Teilnahme den Verantwortlichen, wie wichtig ihnen Klimaschutz und Radverkehrsförderung sind und wie viele schon jetzt mit dem Rad unterwegs sind.

Warum soll ich als KommunalpolitikerIn mitmachen?

Nutzen Sie die TOUR du DUERF, um 21 Tage ganz bewusst die Lenkerperspektive einzunehmen und die Verkehrssituation für RadfahrerInnen in Ihrer Gemeinde zu erfahren. Die wahren ExpertInnen in Sachen Radverkehrspolitik sind all jene, die sich theoretisch wie praktisch mit der „Materie“ auseinandersetzen – schärfen Sie daher Ihre Sinne und das Bewusstsein zur Verbesserung der Radverkehrssituation.

Als Mitglied des Gemeinderats sollten Sie zudem Ihre Vorbildfunktion nicht unterschätzen resp. diese nutzen: Mit Ihrer Teilnahme zeigen Sie anderen, wie wichtig Ihnen Klimaschutz sowie eine nachhaltige Mobilität sind und verhelfen ganz nebenbei mit jedem zurückgelegten Radkilometer Ihrer Gemeinde zu einer guten Platzierung in der Gewinnkategorie "Fahrradaktivster Gemeinderat".

Wer zählt als Mitglied im Gemeinderat/Comité der Region?

(für Registrierung im Zusammenhang mit Gewinnkategorie „Fahrradaktivster Gemeinderat“ relevant)

Bei der erstmaligen Registrierung der RadlerInnen wird nach der Mitgliedschaft im Gemeinderat bzw. im Comité/Bureau der Region gefragt. Diese Angabe ist entscheidend für die Gewinnkategorie "Fahrradaktivster Gemeinderat", in der das Klima-Bündnis europaweit Gemeinden auszeichnet.

Grundsätzlich sind die Mitglieder alle Personen, die dem Gemeinderat bzw. dem Comité der Region angehören. Ausschlaggebend ist hierbei stets die Stimmberechtigung. 

Fragen Sie bei Zweifel bitte direkt bei Ihrer lokalen Koordination nach (AnsprechpartnerInnen sind auf der Unterseite der teilnehmenden Gemeinde zu finden).

Ich fahre schon (fast) jeden Tag Fahrrad, warum soll ich trotzdem mitmachen?

Mit Ihrer Teilnahme zeigen Sie auch den Verantwortlichen in Sachen Radverkehr, wie wichtig Ihnen Klimaschutz und Radverkehrsförderung sind. Je mehr RadlerInnen mitmachen, umso deutlicher bzw. lauter wird dieses Signal! Den (politischen) Entscheidern wird bewusst(er), wie viele FahrradfahrerInnen es gibt und wie viele Wege mit dem Rad in der Gemeinde bereits zurückgelegt werden, sodass diesen VerkehrsteilnehmerInnen auch mehr Raum zugesprochen werden muss.

Ich fahre kaum/nur kurze Strecken Fahrrad, warum soll ich trotzdem mitmachen?

Jeder Kilometer auf dem Rad ist nahezu zwangsläufig ein Beitrag zum Klimaschutz! Daher zählt jeder Radkilometer und jedeR RadlerIn. Die TOUR du DUERF ist kein Wettkampf Einzelner, sondern ein gemeinschaftliches Projekt, bei dem jedeR so viel beiträgt, wie man kann und möchte. Vielleicht fahren Sie ja so wenig Fahrrad, weil Sie mit den Bedingungen für RadfahrerInnen nicht zufrieden sind: Verstärken Sie daher durch Ihre Teilnahme das Signal für mehr Radverkehrsförderung!

Zudem: Gerade die Kurzstrecken mit dem Auto haben es in sich – hier liegt ein enorm hohes Einsparpotenzial! Auf den ersten Kilometern verbraucht ein kalter Motor bis zu 30 Liter pro 100 Kilometer und der Motorverschleiß ist besonders hoch. Sie tun also auch etwas für die Langlebigkeit Ihres Autos, wenn Sie für Kurzstrecken umsteigen und sparen daneben noch mehr Geld sowie klimaschädliches CO2!

Warum die CO2-Angaben?

Bei der TOUR du DUERF geht es neben der konkreten Radverkehrsförderung bzw. langfristiger Infrastrukturverbesserung um den Klimaschutz, was Vereinsziel des Klima-Bündnis ist. Wir möchten mit möglichst einfachen, verständlichen Botschaften kommunizieren bzw. ins Bewusstsein rufen: Jede Fahrt mit dem Rad ist praktizierter Umwelt- und Klimaschutz – nahezu zwangsläufig, das ist ja das Gute daran!

Wir sprechen bewusst stets von CO2-Vermeidung und nicht von Einsparung, da wir wissen, dass natürlich nicht jede Fahrt mit dem Rad tatsächlich eine Autofahrt einspart/ersetzt. Streng genommen können z. B. Personen, die überhaupt kein Auto haben, nie etwas einsparen – dass ihr Verhalten jedoch positive Auswirkungen auf den Klimaschutz hat, sollte unbestritten sein, was wir entsprechend mitberücksichtigen und würdigen wollen.

Die Kampagne erhebt keinen wissenschaftlichen Anspruch. Durch die Anzeige der CO2-Vermeidung (basierend auf 142 g CO2 pro Personen-km, Angaben lt. Umweltbundesamt) wollen wir schlichtweg veranschaulichen, welch positive Effekte unser aller Mobilitätsverhalten durch das Radfahren hat – und wie viel gar mehr, wenn „massenhaft“ und regelmäßig aufs Rad umgestiegen wird, selbstverständlich auch über die TOUR du DUERF hinaus!

(Warum) Zählen Fahrten mit einem Pedelec ?

Pedelecs (mittlere Leistung des Motors 250 W, Unterstützung riegelt bei 25 km/h ab) sind für die TOUR du DUERF erlaubt, da sie nicht zuletzt als Fahrräder im Sinne des Luxemburger "Code de la route" gelten. Außerdem zeigen Studien, dass Pedelecs auch unter Berücksichtigung der Akkuproduktion ausgesprochen klimafreundliche Fahrzeuge sind: Mit weniger als 6 g CO2/km stoßen sie etwa 20-mal weniger CO2 aus als ein sparsames Auto mit Verbrennungsmotor.

Unterstützung verdienen Pedelecs aber auch, weil sie den Aktionsradius des Fahrrads deutlich vergrößern und viele neue RadlerInnen erschließen können. Hier liegt ein großes Potenzial, Fahrten mit dem Auto zu reduzieren.

Zu guter Letzt: Auch und besonders Pedelec-FahrerInnen sind durch ihre höhere Durchschnittsgeschwindigkeit auf eine gute Radinfrastruktur angewiesen!

Was ist bei der TOUR du DUERF-Teilnahme noch zu beachten?

Die genauen Teilnahmebedingungen sind unter den Spielregeln nachzulesen.

Findet die TOUR du DUERF auch im nächsten Jahr statt?

Ja!